Femundsmarka Nationalpark: Ein Naturparadies in Norwegen
27. Januar 2026Du hattest bereits mehrere Besuche in dieser Ecke Norwegens und weißt, wie sehr Ruhe und Weite hier prägen. Die Region am Femunden, dem drittgrößten See Norwegens, diente dir als Ausgangsraum für einfache bis anspruchsvolle Touren.
Dieser Beitrag gab dir einen klaren Fahrplan: Von der Anreise bis zur passenden Tour-Variante. Du empfandest die Gegend bewusst nicht als klassischen Hotspot, sondern als Ort der Entschleunigung.
Die Koordinaten 62.319355, 12.151682 halfen dir, den Einstieg zu planen. Du hattest gelernt, welche Entscheidungen vorab zu treffen sind: Anreise, Einstieg, Dauer und Übernachtung. So musstest du vor Ort nicht improvisieren.
Am Jahresende fühlte sich die Landschaft anders an als in Deutschland. Stimmung, Licht und der frühe Wintereinbruch machten die Erfahrung besonders intensiv.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Warum du in die Femundsmarka reist: Landschaft, Seen und Wildnis an der Grenze zu Schweden
- 2 Anreise und Orientierung: So kommst du nach Engerdal, Elgå und zu deinem Startpunkt
- 3 Femundsmarka Nationalpark: Deine Tour planen – von Tageswanderung bis Mehrtagestrekking
- 4 Unterwegs in der Natur: Pfade, Wasser, Pausen und Übernachten am Seeufer
- 5 Highlights rund um den Park: Gutulia, Røros und der Abstecher nach Schweden
- 6 Fazit
- 7 FAQ
- 7.1 Was macht die Landschaft rund um Femundsmarka so besonders?
- 7.2 Wann ist die beste Reisezeit für deine Tour?
- 7.3 Wie kommst du am praktischsten zum Startpunkt wie Engerdal oder Elgå?
- 7.4 Was solltest du vor Ort einkaufen oder kontrollieren?
- 7.5 Welche Routenlängen sind realistisch für Tages- und Mehrtagestouren?
- 7.6 Gibt es Bootsverbindungen und wie nutzt du sie?
- 7.7 Wie versorgst du dich unterwegs mit Trinkwasser?
- 7.8 Ist wildes Zelten erlaubt und worauf musst du achten?
- 7.9 Welche Ausrüstung ist für eine Mehrtagestour empfehlenswert?
- 7.10 Wo findest du Hütten mit Komfort als Alternative zum Zelt?
- 7.11 Welche Tiere kannst du erwarten und wie verhältst du dich richtig?
- 7.12 Welche Nebenziele lohnen sich für einen Abstecher?
- 7.13 Wie planst du Etappen bei wechselndem Wetter?
- 7.14 Gibt es Parkmöglichkeiten und was kostet das Parken?
Wesentliche Erkenntnisse
- Du bekommst einen praxisnahen Fahrplan für deine Reise.
- Die Gegend wirkt wie das Ende der Welt und schenkt Ruhe.
- Vorplanung reduziert Fehler und erspart Improvisation.
- Die Stimmung im Spätjahr unterscheidet sich deutlich von Deutschland.
- Alle Tipps stammen aus realen Touren und Erfahrung.
Warum du in die Femundsmarka reist: Landschaft, Seen und Wildnis an der Grenze zu Schweden
Die Region am See zeigt dir auf wenigen Kilometern kaum zu erwartende Wechsel von Wald, Tundra und klaren Uferzonen. Du findest endlose Kiefernwälder, sandige ufer und kristallklare seen, die jede Morgen- und Abendstimmung anders spiegeln.

Was dich erwartet
Die landschaft ist ein Mosaik: weicher Waldboden, Moorflächen, felsige Abschnitte und offene Tundra wechseln sich ab. Auf der Tour siehst du, wie der Pfad schnell von dichtem wald in steiniges Gelände übergeht.
Tierbegegnungen richtig einordnen
Rentiere kommen im frühen Winter aus den berge in die Täler. Elche und seltene Arten wie Luchs oder Vielfraß bleiben meist scheu. Wichtig: Abstand halten, nicht füttern und Essensgerüche sichern.
Beste Reisezeit im Rückblick
Das Binnenklima bringt schneereiche Winter und trockene Sommer. Im Herbst ist die natur besonders still und fotogen. Plane deine zeit so, dass du morgens klare aussicht und abends stimmungsvolle Uferfotos erwischst.
- Was du mitnimmst: Geduld, Respekt vor der Tierwelt und flexible Planung.
- Warum die grenze reizt: Größere Wildnisräume ohne große Infrastruktur bieten echte Einsamkeit.
Anreise und Orientierung: So kommst du nach Engerdal, Elgå und zu deinem Startpunkt
Die Strecke von Oslo nach Engerdal dauert weniger als vier stunden mit dem auto. Aus Deutschland fährst du bequem über Dänemark und Schweden oder kombinierst Fähre und Autobahn, je nach Präferenz.
Der letzte Abschnitt ist schon Erlebnis: die straße Richtung Elgå–Drevsjø führt durch endlose Wälder, Flüsse und Seen. Plane bewusst, denn diese Fahrt stimmt dich auf die Tour ein.

Mit dem Auto aus Deutschland
Rechne ab Oslo mit unter 4 stunden. Dein auto bleibt dein flexibelstes Gepäckstück, deshalb wählst du Startzeit und Pausen so, dass du nicht am Nachmittag gestresst ankommst.
Vor Ort einkaufen und planen
Drevsjø ist dein letzter großer Einkaufs-ort. Hier bekommst du Brennstoff, Snacks und frische Vorräte.
Elgå (ca. 100 Einwohner) ist praktischer Startpunkt: campingplatz, Tankstelle, Pension, Nationalparkmuseum und ein Tante-Emma-Laden mit kaffee.
Wichtige Punkte vor dem Start
- Parkplatz: Am Ortsrand parken oder an offiziellen Startpunkten.
- Letzter Check: karten, Wetter, Bootfahrplan, Wasser und Notfallplan.
- Basis auswählen: feste hütte oder Start direkt am ufer, je nach Tourlänge.
Femundsmarka Nationalpark: Deine Tour planen – von Tageswanderung bis Mehrtagestrekking
Plane deine Tour gezielt: Kurztrips, Wochenenden oder mehrtägige Trekkingrouten brauchen unterschiedliche Vorbereitung. Entscheide zuerst, wie viele Tage und Stunden du investieren kannst. So wählst du zwischen einer entspannten Tagestour, einer Wochenendtour mit einer Übernachtung oder einem mehrtägigen Trek mit vollem Rucksack.

Routenwahl nach Zeit
Bei einem Tag wählst du kurze Strecken aus Elgå als Basis. Für ein Wochenende reicht eine Etappe mit Zelt oder Hütte. Mehrere Tage bedeuten Tagesetappen von 10–17 kilometer und gezielten Pausen.
Boot als Routen-Boost
Die MS Fæmund II bringt dich zu anderen Einstiegen (Elgå–Røa Brygge/Haugen). Das verhindert Rückwege und erweitert deine Streckenwahl deutlich.
Beispiel-Mehrtagestour ab Elgå
Start per Boot, dann Etappen von 10–16 km. Zelt, Wasserfilter und genug Essen sind Pflicht. Rechne pro Abschnitt Pufferzeiten für Bachquerungen und steinige Pfad-Passagen.
Komfortable Hüttentour
Nutze DNT-/STF-hütten mit Gepäcktransport. So wanderst du nur mit Tagesrucksack und kannst Etappen planbar bei 4–7 stunden legen.
Etappen realistisch einschätzen
Stor-Svuku: ca. 12 km, ~570 hm, etwa 6 Stunden. In der Fläche bremsen steinige Abschnitte und Bachquerungen stärker als reine Kilometerzahlen.
| Tourtyp | Typische Strecke | Dauer pro Tag | Ausrüstung |
|---|---|---|---|
| Tagestour | 5–12 km | 2–5 Stunden | Tagesrucksack, Snacks, Karten |
| Wochenende | 10–25 km | 4–7 Stunden | Zelt oder Hütte, Wasserfilter, Kocher |
| Mehrtagestrekking | 30+ km gesamt | 4–8 Stunden | Rucksack, Zelt, Vorräte, GPS |
Pack knöchelhohe Schuhe und Stöcke ein. Plane Wasserauffüllpunkte auf der Karte und sichere deine Navigation offline. So bleibt Zeit für Aussicht, Gipfeltage und entspannte Abende am See.
Unterwegs in der Natur: Pfade, Wasser, Pausen und Übernachten am Seeufer
Beim Gehen wechselst du innerhalb kurzer Abschnitte von weichem Waldboden zu steinigen Passagen und spürst den Rhythmus der landschaft.

Pfad- und Geländearten erkennen
Weicher Waldboden lässt dich schnell vorankommen. Sumpfige Abschnitte kosten Kraft und brauchen Umwege.
Auf Fels-Parcours gehst du mit kurzen Schritten und nutzt Stöcke. Sandige Pfade sind angenehm, aber auf Dauer anstrengend.
Wasser unterwegs
Fülle deine Flaschen bevorzugt an flüssen oder Bächen auf und nutze einen Filter oder Quetschfilter. Stehendes Wasser aus seen kann manchmal unangenehm schmecken.
Plane pro tag feste Wasserstopps ein und rechne Filterzeiten mit, damit du nicht mit leeren Flaschen am Lager ankommst.
Übernachten nach deinem Stil
Wähle Zeltplätze am ufer, die eben und windgeschützt sind, aber nicht direkt im Sumpf liegen. Wildcampen ist möglich, wenn du Leave No Trace beachtest.
Wenn du Komfort willst, nimm eine hütte als Basis. Abends nutzt du das Licht am Wasser für Fotos, und am morgen startest du früh für klare Aussichten.
| Aspekt | Praxis | Warum |
|---|---|---|
| Pfad | Waldboden, Sumpf, Fels, Sand | Tempo anpassen und Trittsicherheit |
| Wasser | Flüsse/Bäche filtern, Seen als Reserve | Besserer Geschmack, sichere Versorgung |
| Übernachtung | Zelt, Wildcampen, Hütte | Flexibilität vs. Komfort |
Highlights rund um den Park: Gutulia, Røros und der Abstecher nach Schweden
Rund um den Park liegen kleine Perlen, die du als Tagesausflug leicht einplanen kannst.
Gutulia: Märchenwald und kurze Wanderung
Gutulia ist der kleinste nationalpark Norwegens und gilt wegen seiner alten Bäume als echter Märchenwald. Die Zufahrt von der Straße Elgå–Drevsjø führt etwa 2 km bis zum parkplatz.
Ab dort folgst du dem markierten Weg am Gutulisjøen zur historischen Gutuliasetra. Die Blockhütte steht oft offen und bietet Schutz am Nachmittag zum Teekochen und Eintrag ins Hüttenbuch.

Røros: UNESCO-Holzstadt und Bergbaugeschichte
Røros ist seit 1980 UNESCO-Weltkulturerbe. Du findest Bergbaumuseen wie die Olavsgrube, die große Kirche von 1784 und gemütliche Cafés.
Plane Zeit für kaffee und essen im Trygstad Bakeri & Konditori und genieße die winterliche Stimmung oder einen Marktbesuch.
Abstecher nach Schweden: Per Boot oder zu Fuß
Für ein Grenzerlebnis fährst du Richtung Grövelsjöen per Boot oder überquerst die Grenze zu Fuß – anspruchsvoll, aber lohnend.
Alternativ nimmst du die Straße (Riksveien 221) nach Idre (ca. 1 Stunde) und genießt die Pass-Aussicht von einer Anhöhe. Beachte: Rentierbegegnungen sind möglich; halte Abstand.
„Plane Highlights als einzelne Tagesausflüge, damit deine Haupttour in Ruhe bleibt.“
Fazit
Dieses Ziel belohnt dich mit stillen morgen und langen abends am Wasser. Die Gegend ist ideal, wenn du echte Ruhe, Weite und abwechslungsreiche natur suchst.
Mach dir vor jeder reise eine einfache Checkliste: Wie viele tag hast du, Zelt oder Hütte, Boot/Transfer nutzen?
Erwarte nicht nur kilometern. Plane Gelände, Wetter und Pausen ein, damit deine wanderung entspannt bleibt und du abends zufrieden ankommst.
Halte Regeln ein: Müll mitnehmen, Tiere respektieren und Plätze sauber hinterlassen. So bleibt der Ort für das nächste Mal offen.
Prüfe Karten offline, Einkauf-Stopps und Bootfahrplan. Mit diesen Schritten wird jede tour — ob kurze wanderung oder mehrtägige wanderungen — sicherer.
Zum ende dieses beitrags: Plane bewusst, starte früh am morgen und genieße jede nacht am Ufer. Du kommst gern wieder.

